AG Kunst am Bau an Hochschulen

Universitäten besitzen einen besonders heterogenen Bestand an Kunstwerken, der mit ihren Gebäuden und ihrem Außenraum eng verbunden ist – die sogenannte Kunst am Bau.

Pflege, Sanierung bis hin zur Restaurierung bilden eine Daueraufgabe, für die nicht nur finanzielle Mittel, sondern häufig auch feste Strukturen und Verantwortlichkeiten fehlen. Dabei sind von der Planung bis zur Nutzung eine Vielzahl an Verantwortlichen beteiligt.

Hier möchte die AG ansetzen und ein Netzwerk schaffen, um Kompetenzbereiche und Akteure zu bündeln, Erfahrungen auszutauschen und Projekte zum Umgang mit Kunst am Bau anzustoßen.

Kurt Wünsche und Harry Schulze: Zur Elektrotechnik, Silikatkeramikplatten, Barkhausen-Bau (BAR), 1964, Inv.-Nr. KB94600, Foto: Till Schuster

Die AG trifft sich vierteljährlich, um vordringliche Themenfelder wie Zuständigkeiten, Einbindung in die Lehre und Grenzfälle, Professionalisierung und Sichtbarkeit zu besprechen.

Ziel der AG ist es, tragfähige Strategien zu erarbeiten und zu kommunizieren, um Bestandsaufnahme, Bewahrung und durch Umnutzung erforderliche Veränderungen in verbindlichen gesamtverantwortlichen Prozessen zu gestalten und durch Öffentlichkeitsarbeit ein Bewusstsein für die Campus prägende Kunst am Bau zu schaffen.

Interdisziplinäres Werkstattgespräch im November 2021

Ein erstes interdisziplinäres digitales Werkstattgespräch fand am 4. und 5. November 2021 statt. Unter dem Werkstatttitel „Das ist Kunst – und kann nicht weg!“ Perspektiven auf Kunst am Bau an Universitäten hat die Universität Hamburg in Kooperation mit der Universität Tübingen und der TU Dresden verschiedene Vertreter*innen an den Hochschulen und aus den verwaltenden Behörden zusammengebracht (siehe Programmflyer Perspektiven auf Kunst am Bau an Universitäten). In insgesamt fünf Panels und mit zwölf Beiträgen zur Situation der baugebundenen Kunst an Universitäten und Hochschulen in West- und Ostdeutschland sowie einer abschließenden Podiumsdiskussion wurde ein Status quo erarbeitet. Ergebnis der ungemein produktiven und konstruktiven Konferenz mit 56 Teilnehmenden aus den Bereichen Kunstgeschichte, Architektur, Baumanagement und Restaurierung war der einhellige Wunsch, die Zusammenarbeit zu diesem Thema deutschlandweit und hochschulweit zu verstetigen.

Ansprechpartner*innen

Prof. Dr. Ernst Seidl
Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V.,
Universität Tübingen, Museum der Universität Tübingen MUT
ernst.seidl@uni-tuebingen.de

Dr. Christina Kuhli
Universität Hamburg, Kunstgeschichtliches Seminar
christina.kuhli@uni-hamburg.de

Gwendolin Kremer M.A.
TU Dresden, Kustodie / Sammlungen – Kunstbesitz – Ausstellungen
gwendolin.kremer@tu-dresden.de

Dr. Michael La Corte
Universität Tübingen, Museum der Universität Tübingen MUT
michael.la-corte@uni-tuebingen.de